Aquavit

Für "Aquavit" geht man folgendermaßen vor:

Bei allen Mitteln wird die erste Fuhre verworfen, also weggekippt, denn Bernus nimmt nur das Destillat aus dem jeweiligen Rückstand für die fertigen Mittel!

Wir gehen bei den Mengen von 1 Liter aus!

Man nimmt 700 ml Quellwasser, achten Sie auf gutes Quellwasser, die meisten Wässer sind in stark landwirtschaftlich genutzten Gebieten, so wie hier in Schwaben, mit Nitrat verseucht, in Bioläden gibt es gute Qualitäten von Mineralwasser. Diese 700 ml kommen in das Einmachglas. Da hinein kommen 5 Tropfen Goldchlorid.

Zum Goldschlorid schreibt die Baronin: "1/2 Kapsel wird aufgelöst in: 500 ml Alcohol, 500 ml dest. Wasser, erst Wasser, dann Alcohol 50 zu 50".

Gut schütteln und stehen lassen, bis es farbig wird.

Das Stehenlassen, bis es eine bläuliche Farbe bekommt, kann ein, zwei Tage dauern!

Dann kommen 30 % Alkohol, also 300 ml auf 1 L hinein. Wenn nicht ausdrücklich "absoluter Alkohol" angegeben ist, nehmen wir 85%igen, den man aus der Apotheke beziehen kann.

Nun die Kräuter:

Flores et herba Rosmarini = 10gr.

Hypericum = 10 gr.

Radix Imperatoriae = 10gr.

Radix Angelicae = 10 gr.

Fructus Juniperi = 5 gr.

Herba Hysopii = 2 gr.

Herba Majoran = 5 gr.

Flores Lanvadulae = 5 gr.

Rhizoma Galangae = 5 gr.

Nuxus Colae = 2 gr.

Macis = 2 gr.

Cubebae = 2gr.

Fructus Anisi = 2 gr.

Zimt = 2 gr.

Ingwer = 2gr.

Fructus Carvi = 2 gr.

Fructus Piper album = 1 gr.

Fructus Piper nigrum = 1 gr.

Alles gut schütteln und acht Tage "auf den Wärmeofen stellen", also bei 40 ausziehen lassen. Bernus hat, laut der Baronin, nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt die Tinktur gerührt, sondern "immer, wenn er vorbei kam", so die Baronin. Also, einmal oder zweimal am Tag mit einem Glas- oder Holzstab die Sache rühren, wenn man ein Bernusgedicht beim Rühren der Tinktur mitgibt, freut sie sich oder auch ein Gebet spricht oder ein Lied singt!

Nach acht Tagen wird die Tinktur von der Wärmestelle genommen und man lässt sie zunächst abkühlen. Nach Abkühlung wird die Tinktur durch ein Mulltuch abgefiltert, dieses Mulltuch kann eine Mullwindel sein, die man beim Babybedarf bekommt, Vorsicht: die konventionellen Textilien sind alle chemisch behandelt, man sollte sie vor dem ersten Gebrauch mit Biowaschmittel waschen!

Diese erste Tinktur, die man so gewinnt, wird, wie gesagt, verworfen.

Dann gibt man die Pflanzenrüchstände, die in dem Mulltuch aufgefangen sind, in den Weithalskolben, setzt diesen in die Wärmehaube, gibt einen Liter, oder je nachdem, wie viele Liter man herstellen möchte, gutes Quellwasser hinzu und setzt den Helm hinauf, schließt den Auffangkolben an, und schaltet die Wärmehaube auf Stufe 1 an und destilliert so lange, bis die gewünschte Menge an Destillat erreicht ist.

Dann gibt man das Destillat in das "Standglas", 5 Tropfen Goldlösung hinzu, dann wegstellen, dann Alkohol und die Kräuter in der oben beschriebenen Reihenfolge. Dann kommt diese Tinktur zum Ausziehen wieder auf den "Wärmeofen" und man lässt sie acht Tage lang ausziehen, rührt öfter, mit Gedicht, Gebet oder Lied und filtert ab und dann erst hat man das Mittel, in diesem Falle "Aquavit".