(Aus DZ Donauwörth, 27.04.2004 Nr. 198 60. Jahrgang)

Wasser tropft vom Dach und steht auch im Keller

Selbsthilfeaktion für dass Schloss Donaumünster

Auch im Keller suchte Wolfgang Lorenz nach Schadstellen, die das Eindringen von Wasser in das Bernus-Schloss ermöglichen. Abhilfe tut Not, denn die Alexander von Bernus-Gesellschaft verfolgt dass Ziel, in dem Schloss einmal eine Bernus-Kulturstätte einzurichten
Bild: Sisulak

Tapfheim-Donaumünster (pm/sol).
Es wirkt von außerhalb betrachtet wie ein verwunschenes Dornröschen-Schloss - das Schloss Donaumünster, in dem einst der Alchimist und Dichter Alexander von Bernus und dessen Frau Isa daheim waren. Doch der Zahn der Zeit hat überaus kräftig an dem Gebäude genagt.

Um weitere Schäden durch Wassereindringung am Donaumünster zu verhindern, hat die Alexander von Bernus-Gesellschaft nun eine Selbsthilfeaktion durchgesetzt, wie Irmhild Mäurer, die in dem Haus lebt, erzählt.

Mit Genehmigung des Landratsamtes und unter Anleitung von Kirchenmaler Wolfgang Lorenz und Architekt Karl Rubner führte der Verein eine Maßnahme durch mit dem Ziel, die Ursache für die Wasserschäden im Dachgeschoß des Schlosses ausfindig zu machen und zu beheben. "Die Aktion erbrachte zumindest eine Klärung der Ursache für die Wasserschäden, wenn sie auch bei diesem Termin nicht beseitigt werden konnten." Denn die Reparatur der undichten Leitungen im Dachgeschoß ist aufgrund der Verkleidungen, die im Zuge eines nicht genehmigten Dachausbaus in den achtziger Jahren im Dachstuhl angebracht wurden, nicht möglich. Dafür seien umfängliche Rückbaumaßnahmen erforderlich, die aber nur nach Absprache mit dem Denkmalschutz und dem Landratsamt durchgeführt werden können.

Der Verein wird laut Irmhild Mäurer in den nächsten Tagen ein Gespräch mit Dr. von Hagen, dem zuständigen Referatsleiter beim Amt für Denkmalpflege führen, damit weitere Schäden, die spätestens bei Wintereinbruch zu befürchten sind, abgewendet werden können.

Weitere Schwachstelle

Eine weitere Schwachstelle sei der Keller, "der jedesmal nach größeren Regenfällen unter Wasser steht". Hier wurde eine Vertiefung im Boden gemacht, so dass die Pumpe, die von einer ortsansässigen Sanitärfirma zur Verfügung gestellt wurde, das Wasser im Bedarfsfall nach draußen befördern kann.

 

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